Über uns

 
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Der Branchenverband Gefahrgut Schweiz (BGS) versteht sich als souveräne Organisation des Gefahrgutwesens. Mitglied können Gefahrgutbeauftragte und Gefahrgut-Auf-den-Weg-Bringer sowie die Hersteller von Verpackungen werden. Der Verein wurde 2007 gegründet. Der Fokus des Vereins richtet sich auf die Beziehung der Akteure zu den Vorschriften, welche in der UNECE zu Faden geschlagen und von den Nationalstaaten verwirklicht werden.

So beobachtet der Branchenverband Gefahrgut Schweiz aus kritischer Distanz die Massnahmen zum gerechten Schutz von Mensch und Umwelt durch das «Regelwerk» (Orange Book) und durch die nationalen Verordnungen und die internationalen Vorschriften.

In seiner Zusammensetzung achtet der Vorstand des Branchenverbandes Gefahrgut Schweiz achtet darauf, Persönlichkeiten zu fördern, welche über eine gute Wahrnehmung für das Sachgerechte und Wesentliche verfügen, frei von eigenen Interessen agieren und widerstandsfähig gegen Instrumentalisierung jeder Art sind.

 

Stufengerechte Verantwortung

Der BGS hat sich zum Ziel gesetzt, mitzugestalten, dass der Schutz von Mensch und Umwelt effektiv, rechtskonform und unter angemessenen volkswirtschaftlichen Kosten (effizient) erreicht wird.

In diesem Sinn arbeitet der BGS darauf hin, dass Schweizer Unternehmen wirtschaftlich – auch im Sinne verminderter Kosten für die Bürokratie – tätig und wettbewerbsfähig sein können. Er strebt dafür beispielsweise an, beim Umgang mit Gefahrgut eine stufengerechte Verantwortung herbeizuführen.

In diesem Sinne wurde die «Verordnung über den Verkehr mit Abfällen» (VeVA) der Schweiz über einen parlamentarischen Vorstoss des Präsidenten vom 12.06.2009 binnen nur 14 Monaten einer Änderung zugeführt. Der Bundesrat (19.08.2009) sowie die UREK-Kommissionen (17.11.2010) und beide Kammern stimmten der Motion Baumann unverzüglich zu. Ständerat Rolf Büttiker, Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie des Ständerates (UREK), selber Naturwissenschaftler: «Warum soll man der Motion zustimmen? Mit einer Kontrolle und definitiven Übernahme der Abfälle an der Rampe des Abgebers kann dieser Kontrollkosten sparen, weil die Kontrollen für den Transport von Gefahrgut und diejenigen für die Entsorgung von Sonderabfällen zusammengelegt werden können. Proben für beide Systeme müssen nur einmal, und zwar am Standort des Abgebers, gezogen und geprüft werden. Mit dem Abtransport hat sich der Abgeber zudem rascher seiner Aufgaben entledigt.»

 

Hunderte, tausende Arbeitsplätze profitieren von besseren Wettbewerbsvoraussetzungen

Die neuen Regeln für den Verkehr mit Abfällen sind seit 1. Mai 2014 in Kraft. Stufengerecht tragen nun die Recycling treibenden Gefahrstoff-Selbstfrächter die Verantwortung für das Verladen und Versenden. Die Betriebe mit flüssigen Sonderabfällen konnten zum Beispiel zu keinem Zeitpunkt Einfluss auf das Verladen und die Fuhre mit Saugwagen nehmen. Folglich dürften mit Sicherheit die Galvanik-Betriebe kaum mehr Gefahrgutbeauftragte stellen müssen. Vorteilhaft betroffen sind in dieser Branche mindestens 90 Unternehmen an über 100 Standorten, sowie hunderte Partnerfirmen. Auch andernorts wird sich einbürgern, dass Abgeber ggf. eine Laborprobe ihrer Abfälle vorlegen und die Ware ex works nach den Incoterms verkaufen.

Hinzu kommen Einsparungen bei der kantonalen Aufsicht allein in dieser Branche. Die Kommissionen des Parlamentes hatten sofort erkannt, dass erhebliche Einsparungen im Sinne der Volkswirtschaft möglich würden. Wie gross diese für die gesamte Schweiz sind, lässt sich derzeit nicht abschätzen, da Zahlen zur Menge der Unternehmen und die Kosten der Gefahrgutbeauftragten sowie der mit dem Versand verbundene Verwaltungsaufwand nicht erhältlich sind. Die Kantone, die dem Öffentlichkeitsprinzip unterworfen sind, halten sich sogar mit Zahlen bedeckt.

 

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Saugwagen-Führer verantworten den Gefahrstoff-Auflad in der Schweiz neu ohne Mitwirkung der Abgeber. Aber sie sind nicht die einzigen. Die Änderung der VeVA ist auch im Sinne der übrigen Gefahrgut-Transporte erfolgt.
 
Wir sind erfolgreich

Erfolgreiche Massnahmen dieser Art, welche die Stellung der Schweiz im Markt stärken, sind ein probates Rezept der Überzeugung. Der Branchenverband Gefahrgut Schweiz ist erfolgreich. Lassen Sie sich auf ihn ein. Er berät Sie neutral.

Selbst Ausbildungs-Unternehmer Ernst Winkler (Gefag), dessen intensive, wenn nicht nachgerade nahe persönliche Kontakte zum Amt für Strassen (ASTRA) notorisch sind, musste in seinen «Gefahrgut-News» 2/2014 vom 14. Juni 2014 berichten:

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Unter Umständen kann damit der Abgeberbetrieb auf die Ernennung eines Gefahrgutbeauftragten verzichten.
(Beispiel: Galvanikunternehmen, welches seine Bäder durch ein Entsorgungsunternehmen absaugen lässt und keine ADR verantwortlichen Prozesse unternimmt. Der Absender (ADR) ist nicht der Abgeber (VeVA). 

Worauf Gefag-Verwaltungsrat Winkler in den Gefag-News nicht explizit hinweist: Kraft der Änderung der VeVA profitieren sämtliche Abgeber von immer gleichen Sonderabfällen von den Vorteilen der neuen Regelung.

Erkennbare Priorität auf der nationalen Wettbewerbsfähigkeit

Der Branchenverband Gefahrgut Schweiz wird durch wirtschaftliches Nutzendenken unter Wahrung der Sicherheit für Menschen und Umwelt gelenkt. Die durch die Motion Baumann erzielte Änderung lässt weite Teile der Schweizer Industrie mit besseren Karten auf dem Markt auftreten. Schutz soll in effizienter Weise erfolgen, hat doch heute jeder Produktionsarbeitsplatz drei Dienstleisterarbeitsplätze zu schultern. Effizenzsteigerung ist ein Gebot der Stunde.

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Blick vorwärts und auf die Vollzugsstellen gerichtet

Der BGS wird nun ein Auge darauf werfen, wie rasch die Vollzugsstellen die Gefahrgut-Abgeber auf die neue Situation hinweisen. Denn sie haben, vereinigt im sog. Gefahrgutforum, intensiv am Aus- und Aufbau der Gefahrgut-Bürokratie aktiv gearbeitet und die Betriebe mit Kontrollen überzogen.

Hinzuweisen ist auf einen Fall am Handelsgericht St. Gallen, aus welchem hervorgeht, wie der Basellandschafter Vollzugsbeamte Gruber den Charakter eines Galvano-Betrieb verwechselte und dadurch in der Beziehung Gefahrgutbeauftragter-Auftraggeber ein unrühmliches Desaster erzeugte.

Die Vollzugsstellen scheinen nicht daran zu denken, die mittels der VeVA-Motion herbeigeführte Entlastung an die Unternehmen zu kommunizieren. Das AWEL, Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft, des Kantons Zürich, wo man den Abfalltag sowie die Gefahrguttage vor allem als «Amical» (man lernt Leute kennen) versteht, antwortetet am 23. Juli 2014 auf entsprechende Anfrage des BGS:

«Es ist grundsätzlich eine Holschuld der Betriebe, sich zu informieren ob sie aufgrund ihrer Tätigkeit einen Gefahrgutbeauftragten brauchen.
Es ist zwar korrekt, dass das Amt für Wirtschaft und Arbeit vor etwa 11 Jahren eine Information darüber herausgegeben hat.  Jedoch die auch heute geltende Grundlage, dass ein Gefahrgutbeauftragter nötig ist, falls die Bedingungen dafür erfüllt sind.
Inwiefern sich die Revision der VeVA auf die Betriebe betreffend Gefahrgutbeauftragter auswirkt ist aber Sache derselben. Es gibt keine Aufforderung seitens der Baudirektion

Der BGS wird mit geeigneten Mitteln dazu beitragen, dass die gleichen Behörden, welche druckvoll das Gefahrgutwesen aufgebaut haben, es auch wieder zurückfahren, wenn sich die Umstände geändert haben.

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